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5. Netzwerkkonferenz 2011 - Bericht

Am 14.-15. Oktober 2011 fand in Hamburg wieder unsere jährliche Konferenz des Netzwerk Ersteinschätzung statt. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre war das Programm deutlicher strukturiert, das Feedback der Teilnehmer zeigte, dass dies ein offenbar gelungener Ansatz war. Auch die große Zahl der Teilnehmer (mit 66 Teilnehmern unsere bislang größte Veranstaltung) bestätigte das Konzept, wir werden die Konferenz 2012 nach ähnlichem Muster aufbauen.

Räumlich hatten wir uns dieses Jahr auch verändert, nur dadurch war die Teilnehmerzahl überhaupt möglich: die Konferenzräume der AK Barmbek boten eine räumlich und technisch ansprechende und gut nutzbare Umgebung, die Verkehrsanbindung war optimal (Bahn, Flughafen, PKW). Für alle Zwecke (Konferenz, Pause und Industrieausstellung) war ausreichend Platz vorhanden, nächstes Mal werden wir auch auf regelmäßige Frischluftzufuhr achten.

Gut angenommen wurden auch unsere Aussteller, die Stände waren zeitweise so umlagert, dass sich mancher Aussteller mehr Standpersonal wünschte! Die Aussteller sind eine wichtige Unterstützung zur Durchführung einer solchen Konferenz, die Auswahl scheint "gestimmt" zu haben, wir sind bereits für 2012 in Gesprächen mit Ausstellern und werden versuchen, 4-6 interessante Ausstellungsthemen zu finden. Für 2011 möchten wir uns bei den Firmen ArjoHuntleigh, KREWI, Radiometer und WelchAllyn bedanken!

Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: sowohl die Küche der AK Barmbek, als auch das Team des Feuerschiffes haben sich viel Mühe gegeben, unsere Veranstaltung zu unterstützen. Wir werden 2012 wieder darauf zurückkommen!

Inhaltliche Schwerpunkte in kurzer Zusammenfassung

Berichte aus den Schulungszentren

Dieser TOP ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Konferenz. Wir sind ein Netzwerk, da die Schulungszentren über ganz Deutschland verteilt sind, damit sollte jedes dieser Zentren sich kurz den anderen nationalen Teilnehmern präsentieren.

Im Nachgang zu diesem TOP präsentierte J.Preuß seine Hausarbeit, die er im Rahmen seines Pflegepädagogikstudiums an der Uni Bremen erstellt hat. Seine Analyse der Untersuchungen zum MTS (und vergleichend zum ESI) boten interessante Einblicke in die Technik und die Folgen verschiedener Untersuchungsverfahren.

Telefontriage

Telefontriage ist ein lang und kontrovers diskutiertes Thema. Unter vier Gesichtspunkten haben wir das Thema neu diskutiert und konnten feststellen, dass Telefontriage in besonderen Umgebungen (Rettungsleitstelle) schon heute (problematischer) Standard in Deutschland ist und dass wir (bei weiter zunehmenden Problemen in der Notfallversorgung) in der Zukunft auch an der Schnittstelle zur Klinik nicht mehr daran vorbeikommen werden. Dabei sind künftig bestimmte rechtliche Anforderungen zu erfüllen.

Risikomanagement

Die Beiträge der GRB und der Firma EPIAS (C.Fredriksson) gaben Hinweise auf künftige Ideen, Ansätze und Anforderungen. 

Umsetzungsberichte

Viele "MTS-Anfänger" äußerten den Wunsch, mehr über Umsetzungsprojekte zu erfahren. Die Berichte betrachteten drei Umsetzungsumgebungen: eine pädiatrische Klinik, psychiatrische Wohngruppen und eine "normale" ZNA. Ergänzt wurden die Darstellungen durch die bereits publizierte Untersuchung von I.Gräff zur Umsetzung an der Uni-Klinik Bonn.

Emergency Room - der Blick über den Tellerrand

Die Einladung eines internationalen Vertreters aus der Notfallversorgung ist mittlerweile schon zum Quasi-Standard geworden. Wir werden dies als Dauer-TOP übernehemen, in diesem Jahr berichtete E.Sandvik über die Situation in Norwegen.

Themenblock Notfallpflege

Während auf den Intensivstationen und dem OP, der Nephrologie und der Palliativmedizin bereits eine Wahrnehmung der besonderen Anforderungen an die Pflege entwickelt hat, gibt es dies bislang in der Notfallpflege nicht. Um eine Diskussionsgrundlage zu haben, berichteten Kolleg(inn)en aus der Schweiz (C.Ernst) und den Niederlanden (L.van Ewijk-van den Bosch) über die Situation in ihren Ländern und boten uns Perspektiven für eine eventuelle deutsche Entwicklung. A.Stewig zeigte auf, wie die aktuelle Situation (u.a. im DBfK) ist und K.Blanck-Köster von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege (DGF) informierte über die Möglichkeiten, die diese Institution den anderen Fachgruppen bietet. 

Anschließend wurde verabredet, dass beim DGF der Antrag zur Einrichtung einer Fachgruppe Notfallpflege gestellt werden soll. Als kommissarische Sprecher wurden A.Stewig und J.Krey benannt, die anderen Teilnehmer der Netzwerkkonferenz werden in ihren Umgebungen interessierte Kräfte sammeln.

Wir sehen uns wieder auf der nächsten Netzwerkkonferenz am 1./2. Juni 2012 in Hamburg!



book | by Dr. Radut